AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

9Falken Dienstleistungsagentur

Hinweis: Diese AGB unterscheiden ausdrücklich zwischen Verbrauchern (§ 13 BGB) und Unternehmern (§ 14 BGB). Bestimmte Rechte und Pflichten gelten je nach Status unterschiedlich.

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen der 9Falken Dienstleistungsagentur, Inhaber: Matthias Spahn (nachfolgend „Auftragnehmer“), und deren Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“), soweit im Einzelfall nichts Abweichendes ausdrücklich vereinbart wurde.

Der Auftraggeber ist:

  • Verbraucher: Jede natürliche Person, die das Geschäft überwiegend nicht für ihre gewerbliche oder selbständige Tätigkeit abschließt (§ 13 BGB).
  • Unternehmer: Eine natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die beim Abschluss des Geschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

2. Vertragsschluss, Textform

Ein Vertrag kommt durch Angebot durch den Auftraggeber und Annahme durch schriftliche Bestätigung durch den Auftragnehmer (z. B. E-Mail, Brief) zustande. Für die Wirksamkeit reicht Textform (§ 126b BGB).

3. Leistungsumfang und Änderungen

Leistungsgegenstand ist die jeweils konkret im Einzelauftrag, Angebot oder Vertrag genannte Dienstleistung (z. B. Foto- und Videoproduktion, digitale Beratung, Drohnenaufnahmen, Prozessoptimierung). Nachträgliche Änderungen oder Erweiterungen des Auftrags bedürfen der Textform.

4. Preise, Zahlung

4.1. Die im Einzelvertrag genannten Preise verstehen sich zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer (brutto für Verbraucher, netto für Unternehmer).

4.2. Zahlungsziel ist, sofern nicht anders im Vertrag vereinbart:

  • 50% Anzahlung bei Vertragsschluss
  • Restzahlung nach Übergabe

4.3. Für Unternehmer gilt: Kommt der Auftraggeber in Zahlungsverzug, kann der Auftragnehmer Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz verlangen. Für Verbraucher: Verzugszinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz. Der Nachweis weitergehenden Schadens bleibt vorbehalten.

4.4. Ein Zurückbehaltungsrecht steht Unternehmern nur zu, soweit es auf demselben Vertragsverhältnis beruht. Verbraucher können ausschließlich mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.

5. Lieferung / Übergabe / Gefahrübergang

5.1. Lieferung/Übergabe erfolgt nach Fertigstellung digital (Cloud, E-Mail, Datenträger) oder, falls vereinbart, vor Ort.

5.2. Für Unternehmer geht die Gefahr mit Bereitstellung/Übergabe auf den Auftraggeber über. Für Verbraucher gemäß § 446 BGB regulär mit Ablieferung.

6. Nutzungsrechte, Urheberrecht

6.1. Der Auftragnehmer bleibt Urheber der erstellten Werke; Auftraggeber erhalten an gelieferten Leistungen (Fotos, Videos, Designs, Texte etc.) ein einfaches Nutzungsrecht für vertraglich vereinbarte Zwecke.

6.2. Namensnennung: Soweit nicht anders vereinbart, ist bei jeder Veröffentlichung der Name des Urhebers zu nennen (§ 13 UrhG), sofern technisch und organisatorisch möglich.

6.3. Jede weitergehende Nutzung, insbesondere die Weiterlizenzierung an Dritte, bedarf einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung.

6.4. Der Auftragnehmer ist berechtigt, die erstellten Arbeiten zu Zwecken der Eigenwerbung zu verwenden, sofern dem nicht ausdrücklich widersprochen wurde.

7. Mitwirkungspflichten

7.1. Der Auftraggeber stellt rechtzeitig alle Informationen, Genehmigungen und ggf. Zugänge bereit, welche zur ordnungsgemäßen Auftragserfüllung erforderlich sind.

7.2. Drohnenaufnahmen: Kunde (privat wie Unternehmer) ist verantwortlich für das Vorliegen aller notwendigen Genehmigungen, das Einholen von Einwilligungen Dritter bei Personen- oder Grundstücksaufnahmen sowie für die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften (z. B. LuftVO, DSGVO, Persönlichkeitsrechte).

7.3. Der Auftraggeber trägt alle Kosten und Schäden, die aus fehlenden Genehmigungen oder Einwilligungen resultieren.

8. Gewährleistung, Mängelrüge, Haftung

8.1. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.

  • Verbraucher: Gesetzliche Gewährleistungsfrist von 2 Jahren ab Übergabe.
  • Unternehmer: Gewährleistungsfrist auf 1 Jahr ab Übergabe beschränkt (§ 474 BGB gilt nicht). Mängelrügen durch Unternehmer sind unverzüglich nach Empfang schriftlich anzuzeigen (Untersuchungs- und Rügepflicht nach § 377 HGB).

8.2. Haftungsbegrenzung: Die Haftung des Auftragnehmers, gleich aus welchem Rechtsgrund, ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Bei Verletzung des Lebens, Körpers oder der Gesundheit und bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten) haftet der Auftragnehmer auch bei leichter Fahrlässigkeit, jedoch nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Unternehmer: Eine summenmäßige Beschränkung der Haftung auf den Auftragswert wird vereinbart, sofern sie den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden nicht unterschreitet. Eine weitergehende Haftung, insbesondere auf entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden oder Mangelfolgeschäden, ist ausgeschlossen.

9. Datenschutz

9.1. Beide Parteien verpflichten sich, die für sie geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen einzuhalten.

9.2. Sofern und soweit im Auftrag personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO verarbeitet werden, ist vor Datenverarbeitung ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gem. Art. 28 DSGVO in Textform zu schließen.

9.3. Foto-/Videoaufnahmen von Personen erfolgen nur mit Kenntnis und Einwilligung der abgebildeten Personen (Pflicht des Auftraggebers). Das Recht am eigenen Bild bleibt unberührt.

10. Verjährung

10.1. Für Unternehmer gilt eine Verjährungsfrist von 1 Jahr ab Übergabe der Leistung für Mängelansprüche. Für Verbraucher bleibt es bei den gesetzlichen Fristen.

11. Verschwiegenheit

Beide Parteien behandeln sämtliche Informationen und Daten, die im Rahmen des Vertrags bekannt werden, streng vertraulich. Dies gilt auch über die Vertragslaufzeit hinaus.

12. Erfüllungsort, Gerichtsstand

12.1. Erfüllungsort für alle Leistungen ist der Sitz des Auftragnehmers.

12.2. Gerichtsstand für Unternehmer: Für Streitigkeiten mit Unternehmern ist Gerichtsstand der Sitz des Auftragnehmers. Mit Verbrauchern gilt der gesetzliche Gerichtsstand (§ 29c ZPO i.V.m. §§ 12 ff. ZPO).

13. Schlussbestimmungen

13.1. Es gilt ausschließlich deutsches Recht.

13.2. Sollte eine Klausel dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Regelungen unberührt.

13.3. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform.

13.4. Vorrang der Individualabrede, § 305b BGB: Abweichende individuelle Vereinbarungen gehen vor.


Kontakt:
9Falken Dienstleistungsagentur, Matthias Spahn
Zentrale Kontaktdaten: https://9falken-dienstleistungsagentur.de/
Stand: 14.11.2025